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Es war einmal ...


By tuewi - Posted on 21 May 2005

... eine Idee, die vor mehr als 15 Jahren geboren wurde und wohl noch lange nicht tot sein wird:

Die Schaffung eines rein von Studierenden selbstverwalteten Beisls, eines Ortes studentischer Kommunikation und Kultur.

Aber von den Anfängen bis zum Heute liegt viel Zeit und Mühe: In früheren Zeiten war der 'Türkenwirt' ein richtiges, gut bekanntes Wirtshaus, das als Hotel auch Zimmer vermietete (zB in den jetzigen ÖH-Räumlichkeiten). 1985 wurde, nachdem die Räumlichkeiten des TÜWI der HochschülerInnenschaft der Universität für Bodenkultur zugesprochen worden waren, der sogenannte "alte TÜWI-Verein" gegründet, der bis 1990 einen gut funktionierenden, selbstverwalteten Kultur- und Kommunikationsbetrieb unterhielt. Auch damals, vor vielen Generationen von Studis, hieß es schon: "Wenn du dich nicht auskennst, geh in den TÜWI und frag dort!"

Doch führten interne Probleme und schwelende Streitigkeiten mit der damaligen ÖH-BOKU-Exekutive (einer Koalition aus Aktionsgemeinschaft (kurz AG) und JES) Ende SS 1991 das Aus für diesen Betrieb herbei. Die damalige ÖH-BOKU versuchte bald, neue Konzepte auszuarbeiten: dabei kam sie auf die von vielen gar nicht begeistert aufgenommene und rein fraktions-politisch motivierte Idee, die Österreichische Mensen-Betriebs-GmbH (kurz ÖMBG) als Betreiberin des Lokals einzusetzen. Nach längeren Umbauarbeiten -- und einem 1 1/4 Jahre geschlossenen TÜWI -- eröffnete die Türkenwirt-Betriebs-GmbH (als Tochtergesellschaft der ÖMBG) im Dezember 1992 den Betrieb in den schon damals vieldiskutierten Räumlichkeiten. Vorangegangen war dieser Nutzung auch ein im nachhinein sehr umstrittener Vertrag, abgeschlossen von und mit der damaligen ÖH-BOKU (AG / JES).

Bald zeigte sich: Kommt Zeit (und ein wichtiger Beweggrund, wie der TÜWI), dann kommt auch eine andere ÖH-Exekutive (diesmal aus Fachschaftsliste, basisgruppe*boku und Ökologischer Liste) auf der BOKU, die der ÖMBG nicht so untätig freundschaftlich gegenüberstand und neue (bzw. "alte") Ideen hegte und pflegte. Dieses 1 1/2-jährige Intermezzo der ÖMBG als Türkenwirt-Betriebs-GmbH im TÜWI, die nicht nur überhöhte Preise in einem schalen konservativ-konventionellen Ambiente bot, sondern der ÖH-BOKU das vorher vereinbarte Mitspracherecht verwehrte, ging exakt am 30. Juni 1994, mit der Auflösung des Vertrages seitens der neugewählten ÖH-Exekutive zu Ende. Noch während des WS 93/94 und des SS 94 trafen einander engagierte Studierende, die vor allem "Mensa-Tüwi"-müde waren und zudem auch zum Teil der neuen ÖH-BOKU-Exekutive angehörten. Es wurden HörerInnenversammlungen organisiert, um auf die Mißstände aufmerksam zu machen und Leute zu gewinnen -- der TÜWI wurde zwischenzeitlich als "Exil-TÜWI" in einem angemieteten Keller in Gersthof weitergeführt Diese Gruppe arbeitete an einem neuen, offenen Vereinskonzept und war maßgeblich am rechtlichen und "inhaltlichen" Rauswurf der "ÖMBG-Tochter" aus dem TÜWI beteiligt. Diese Gruppe -- schon zur Bewegung angewachsen -- organisierte und feierte Mitte Mai 1994 ihr erstes, großes gemeinsames Fest mit all den anderen unzufriedenen Studis ... in der TÜWI-Baracke, weil ja das Lokal vorne noch in ÖMBG-Händen war. Diese Gruppe war es auch, die im Herbst 1994 den Betrieb des Beisls (vorerst geführt als ÖH-BOKU-Referat) wieder aufgenommen und später, am 5. Mai 1995, den "neuen TÜWI-Verein" gegründet hat.

Laufend kamen und kommen bis zum heutigen Tage (und hoffentlich auch in Zukunft) stets aufs Neue engagierte StudentInnen zum TÜWI-Verein hinzu, denen 'das Studium' im Leben alleine zuwenig ist, die das verschulte Scheuklappendenken satt haben und denen das persönliche Engagement in gesellschaftspolitischen, sozialen und etwa ökologischen Bereichen wichtig ist und war. Mit unserer täglichen Arbeit und unseren bunten Veranstaltungen wollen wir dieses persönliche Engagement im TÜWI auf eine solide breitere Basis stellen und damit alle 'anstecken', die sich gerne anstecken lassen möchten!.

Wir freuen uns immer auf euer Interesse -- kommt doch bitte einfach auf unser Plenum und stellt euch und eure Ideen, die auf Verwirklichung drängen, vor!

Wann denn das nächste Plenum ist? Fragt doch am besten eure NachbarIn oder im TÜWI   ;-)

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